Sind die Jugendherbergen nicht schon über 100 Jahre alt?

Ja, das stimmt. Die erste Jugendherberge wurde 1909 in Altena eröffnet. Sie war Ergebnis einer nächtlichen Vision des Lehrers Richard Schirrmann. Von Altena aus verbreitete er seine Idee gemeinsam mit Wilhelm Münker allmählich in ganz Deutschland, u. a. also auch in Sachsen. Noch heute sind die Räume der ältesten betriebenen Jugendherberge der Welt im Originalzustand zu sehen. Vom Schlafsaal bis zur Küche.

Zehn Jahre später, am 04.10.1919, wurde nach entsprechenden Vorbereitungen der Zweigausschuss Sachsen des Deutschen Jugendherbergswerkes in der Annenschule in Dresden gegründet. Damit hatte sich die Jugendherbergsbewegung auch in Sachsen formiert und organisiert.


Bereits in den 1920er Jahren gelang es in Sachsen, Schirrmanns Idee durch die Inbetriebnahme einer Vielzahl von Jugendherbergen zu stärken. Frauenstein, Sayda, Neudorf, Klingenthal, Johanngeorgenstadt, Bad Schandau, Bad Lausick und Bautzen waren erste Standorte, die noch heute einen wichtigen Teil des sächsischen Jugendherbergsnetzes ausmachen.

Die Ausstellung

In der Jugendherberge "Gerberbastei" in Bautzen kann man sich in einer kostenlosen Dauerausstellung die „Geschichte der sächsischen Jugendherbergen“ anschauen. Originale Dokumente aus dem einstigen Herbergsleben sind dort noch zu bestaunen.

>> Anmeldungen zur Führung direkt bei der Jugendherberge Bautzen